CCC 2014/15

CCC = Commercial Competence Certificate

wird abgehalten für die Schüler/innen des Öko2social Zweiges der 7. Klasse sowie TeilnehmerInnen der unverbindlichen Übung CCC.

Die Vorträge und Diskussionen mit ExpertInnen sollen:

               1) Bewusstsein für das Thema Wirtschaft schaffen

               2) auf ein Studium vorbereiten

                .....  und wir erhalten noch Zertifikate ...

 

CCC Themen des Schuljahres 2014/15:

                   September 2014 – Charities und wie sie funktionieren

                   November 2014 – Fairtrade

                   Dezember 2014 – TTIP

                   Februar 2015 - Internetkriminalität

                   März 2015 – Daseinsvorsorge und Wasserversorgung

                   April 2015 – Greenjobs

                   Mai 2015 – CSR

 

Lehrausgang: Dialog im Dunkeln

Charities und wie sie funktionieren

Unsere Vortragsreihe 2014/15 begann am 24.9.2014 mit dem Thema Charities und wie sie funktionieren.

 

Passend zum Thema kam Fr. Mag. Heller, die Geschäftsführerin der Roten Nasen zu uns an die Schule.

 

Wir, die 7C, die für die diesjährige Moderation der Vortragsreihe zuständig sind, beschäftigten uns schon in einigen Vorbereitungsstunden mit dem Thema. Dabei überlegten wir uns Organisationen, die wir selber gründen würden.

 

Zu Beginn des Vortrages zeigte die Vortragende uns ein Video, indem wir einen kurzen Einblick in die Arbeit der Roten Nasen bekamen, die das Ziel haben Kranken, durch schauspielende Clowns, Freude zu bereiten.

 

Anhand unserer Idee „Second Chance“ – dabei sollen ehemaligen Häftlingen eine zweite Chance geboten werden und ihnen auch in ein neues Leben geholfen werden, folgte die Erklärung, wie man eine eigene Organisation gründen kann.

 

Die wichtigsten Schritte sind:

  • Überlegen wem man helfen will.
  • Die Notwendigkeit der Organisation prüfen.
  • Das Umfeld überprüfen. Gibt es schon so eine Organisation?
  • Ein Mission Statement schreiben (welches den Zweck/Auftrag einer Organisation beschreibt und erklärt warum die Organisation gegründet wurde).
  • Überlegen wer  die Stakeholder sind.
  • Eine Gesellschaft gründen (Gründungsvertrag, Vereinsstatuen, Vorstand).
  • Einen Businessplan für 1-3 Jahre erstellen.
  • Wie organisiert man Öffentlichkeitsarbeiten.

 

Außerdem wies Fr. Mag. Heller uns auf mögliche Schwierigkeiten hin

  • Am Anfang sollte man sich nicht überschätzen.
  • Nur das Anbieten was man auch erfüllen kann.
  • Es wird schwer Spender zu finden.

 

Zum Schluss stellten die SchülerInnen der Vortragenden noch viele Fragen, die sehr ausführlich beantwortet wurden.

 

Der Vortrag war interessant, vor allem da wir einen guten Einblick in den Aufbau von Charities bekamen. Es war ein wirklich gelungener Einstieg in unsere diesjährige Vortragsreihe.

 

Text: Für die 7C Elisabeth Reigner

 

Fairtrade

Das Thema des zweiten Vortrags am 26. November 2014 war Fairtrade und wurde von Herr Wackerlig präsentiert.

Zu Beginn erzählte uns Herr Wackerlig einiges über seinen Werdegang . Anschließend informierte er uns über die Entstehung der Gütesiegelinitiative Fairtrade. Die Organisation Fairtrade ist seit 1993 international unter diesem Namen bekannt und das Ziel von Fairtrade ist es, sich für gerechte Preise für Kleinbauernkooperationen einzusetzen.

Herr Wackerlig führte uns einen Film über die Prinzipien, die Gründungsgeschichte und Ziele von Fairtrade vor, in dem alle Informationen noch einmal zusammengefasst wurden.

Des Weiteren wurden uns die drei Grundkriterien von Fairtrade vorgestellt, die wie folgt lauten:

  • Soziale Grundregeln (Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit, Anrecht auf mindestens einen freien Tag in der Woche und einen Mindestlohn)

Die Bauernkooperative erhält zusätzliche Sozialprämien und entscheidet, für welche langfristige Investitionen (z.B.: Bildung, Straßenbau) sie eingesetzt werden. 

 

  • Ökologische Kriterien (Alle Bauern, die auf biologische Landwirtschaft umsteigen, bekommen zur Fairtrade-Prämie noch zusätzlich eine Bio-Prämie)

 

  • Ökonomische Kriterien (Fairtrade unterstützt das Abschließen der Verträge zwischen den Bauern und den Abnehmern [z.B.: Zotter] . So wird sichergestellt, dass die Bauern einen fairen Lohn für ihre Ware bekommen.

Eine externe Firma namens Flocent kontrolliert die Buchführung und Verträge und garantiert durch jährliche Überprüfungen, dass die Bauern die Richtlinien einhalten. Die Folge von groben Vergehen der Richtlinien sind Suspendierungen.

In ganz Österreich gibt es 130 Fairtrade Gemeinden und auch die Städte Graz und Linz beteiligen sich, sowie die vier Wiener Bezirke Neubau,  Josefstadt, Wieden und Alsergrund.

Auch für Schulen gibt es die Möglichkeit, Fairtrade Produkte anzubieten und dadurch eine Fairtrade Schule zu werden.  Zwei Klassen in unserer Schule haben sich auch schon überlegt, ob unsere Schule vielleicht eine Fairtrade Schule sein soll.

Der Vortrag wurde mit einer Diskussionsrunde abgeschlossen, bei der die Fragen des Publikums ausführlich behandelt und beantwortet wurden.

 

Wir danken Herr Wackerlig für einen gelungenen Vortrag.

Weitere Informationen zu Fairtrade:  http://www.fairtrade.at/

>Dokumentationsteam:  Dominik, Alexandra

Für die 7C

 

TTIP

Am 17.12 fand der dritte Vortrag unserer CCC-Vortragsreihe 2014/15 statt, bei dem es um die Freihandelsabkommen TTIP und CETA ging.

Um mehr über diese Abkommen zu erfahren, luden wir Fr. Glattauer von Attac zu uns in die Schule ein. Attac ist eine internationale Bewegung, die sich für Demokratie und wirtschaftliche Gerechtigkeit einsetzt.

Anfangs, wurden wir über die Abkommen TTIP und CETA aufgeklärt.

TTIP [Transatlantische Freihandelsabkommen] ist ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und Europa. Bei CETA [Comprehensive Economic and Trade Agreement] handelt es sich um ein geplantes kanadisch-europäisches  Freihandelsabkommen. Durch diese Freihandelszonen würden die Zölle zwischen den beiden Parteien aufgelöst und der Im- bzw. Export wäre vereinfacht.

Beide Abkommen bringen sowohl positive, als auch negative Aspekte mit sich.

Argumente der Befürworter:

  • Wirtschaftswachstum
  • Beschaffung von neuen Arbeitspätzen
  • Keine Zölle

Argumente der Gegner:

  • Hohes Risiko für die europäische Landwirtschaft (USA, riesige Agrarbetriebe <-> Europa, Klein – und Mittelbetriebe)
  • Die Abkommen werden hinter verschlossenen Türen ausgehandelt, so dass die Interessen der Bürger nicht einbezogen werden, sondern nur die Interessen, die der Wirtschaft etwas nützen .
  •  Der Import von Produkten mit niedrigerer Qualität als bei uns, wäre erlaubt.
  • Gentechnisch veränderte Lebensmittel könnten die Artenvielfalt verringern, noch mehr chemische Mittel könnten in der Landwirtschaft eingesetzt werden.
  • Umwelt-, Klima-, und Datenschutzpolitik könnten durch Lockerung bzw. Anpassung an die amerikanischen Gesetze beeinflusst werden.
  • Private Unternehmen können Staaten über private Schiedsgerrichte anklagen.

 

Im Anschluss gab es eine ausgiebige Fragerunde, bei der unsere Fragen von Frau Glattauser beantwortet wurden.

Es war interessant mehr über TTIP und CETA zu erfahren, da wir, falls diese Abkommen in Kraft treten, alle davon betroffen sein werden und da nur wenige von uns wussten, was diese Abkommen eigentlich sind und bewirken.

Für die 7C, Benjamin Muzaci.

 

Internet Kriminalität

Der vierte Vortrag in diesem Schuljahr setzte sich mit dem Thema Internetkriminalität auseinander. Was ist Internetkriminalität? Was kann man dagegen tun? Wie kann ich mich davor schützen? Diese und viele weitere Fragen hat uns Herr Mag. Gert Seidl, der im Bundeskriminalamt tätig ist, beantwortet.

 

Begonnen hat Herr Mag. Gert Seidl indem er uns Einblicke in seine Arbeitswelt, dem Bundeskriminalamt geboten hat. Ehe er uns von der Polizei in Österreich berichtete, informierte er uns darüber wie man sich sicher im Netz bewegen kann.

 

  Der beste und einfachste Weg um sich zu schützen: Hirn einschalten!

 

Die wichtigsten Dinge, die man wissen muss um sich vor Internetkriminalität zu schützen:

 

-        Aufpassen bei Onlineanbietern. (z.B. Betrüger könnten falsche Waren verkaufen)

-        Aufpassen wenn kuriose Anrufe/Emails kommen (z.B. Freundin schreibt aus dem Urlaub, dass sie Geld benötige - Authentizität der Email überprüfen!)

-        Keine illegalen Sachen herunterladen (z.B.: Musik), denn dadurch besteht die Gefahr den Datenschutz zu verletzen

-        Schützen vor Viren und Würmern im Internet

-        Keine freizügigen Fotos von sich selber machen und auf gar keinen Fall weiterschicken. Merkt euch, das Internet vergisst nichts!

 

Der Themenbereich hat uns alle sehr interessiert, da Internetkriminalität/Cybermobbing in unserer Generation stark ausgeprägt ist.

Herr Mag. Seidl hat uns das Thema sehr gut erklärt und durch die lange Fragerunde wurden alle Unklarheiten aus der Welt geschafft.

 

Anschließend haben die SchülerInnen die Fragebögen beantwortet und durften letztendlich mit einem besseren Bewusstsein für den sicheren Umgang im Internet nach Hause gehen. Dies war ein echt gelungener und informativer Abend.

 

 

Sanja Peic und Danas Hamad, für die 7C

 

Daseinsvorsorge und Wasserversorgung

Unsere CCC - Vortragsreihe ging am 25.03.2015 mit dem Thema „Daseinsvorsorge und Wasserversorgung“ weiter. Das Thema wurde von Dr. Johannes Schmid vom Städtebund vorgetragen.

 

Zu Beginn gab uns Herr Dr. Schmid einen kurzen Überblick über seinen Werdegang. Danach informierte er uns über den Städtebund. Anschließend wurde uns mit Hilfe eines Stummfilmes der Begriff “Daseinsvorsorge” erklärt. Unter Daseinsvorsorge versteht man, was die öffentliche Hand den Menschen zum Leben bietet z.B.: Wasser, Mobilität, Freizeitangebote etc. Die Daseinsvorsorge wandelt sich immer im Laufe der Zeit. Heutzutage stellt man sich die Frage, ob jedem, ein Bankkonto zur Verfügung gestellt werden soll.

Der nächste Schwerpunkt war die Wasserversorgung in Österreich. Herr Dr. Schmid leitete das Thema mit diesem erstaunlichen Zitat ein: „Wasser wird für das 21. Jahrhundert, was Erdöl für das 20. Jahrhundert war.“ (Wirtschaftsmagazin Fortune, Mai 2000)

 

Dazu einige Fakten:

  • Es gibt einen Weltwassertag, der am 22. März stattfindet, um auf den Schutz des Wassers als Lebensgrundlage für die Menschheit und deren nachhaltige Nutzung zu erinnern.
  • In über 31 Ländern herrscht Wassermangel.
  • ½ des Wassers in Wien ist Grundwasser, ½ Quellwasser   

oder unter anderem auch Wasserreserven z.B.: Regenwasser wird verwendet um Abwasserkanäle zu spülen.

 

Das Leitungswasser kommt aus den Steirisch-Niederösterreichischen Kalkalpen. Es fließt über zwei Hochquell-Wasserleitungen in die Stadt. Die vielen Bilder, die uns gezeigt wurden, veranschaulichten den Weg des Wassers.

Außerdem wurde uns erklärt, was man unter der Privatisierung der Wasserrechte versteht. Zur genaueren Verdeutlichung dieses Vorganges wurde uns erneut ein Video vorgespielt. Durch die Privatisierung der Wasserrechte besteht die Gefahr, dass die Qualität des Wassers sinkt, da die Rohre wegen der hohen Kosten nicht gewartet werden. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Preis steigt. In Europa gibt es in London und Prag eine vollständige private Versorgung von Wasser, teilweise privatisiert wurde das Wasser in Athen, Bukarest, Rom und Sofia. Berlin, Paris und Budapest haben in den letzten Jahren rekommunalisiert. Darunter versteht man, dass man die privatisierten Aufgaben wieder zurück an die öffentliche Hand gibt.

 

In der Fragerunde konnten die SchülerInnen dem Vortragenden noch viele Fragen stellen, die sehr ausführlich beantwortet wurden. Außerdem haben wir alle gemeinsam über die Bedeutung von Wasser diskutiert, da es nicht selbstverständlich ist, sauberes Wasser zu haben.

 

Der Vortrag war informativ, vor allem da wir einen guten Einblick in die Wasserversorgung von Österreich bekamen. Wir danken unserem Vortragenden für den interessanten Vortrag!


Dokumentation für die 7C: Salome Hritcu, Navroop Kaur

 

Green Jobs

Unser vorletzter Vortrag in diesem Jahr war am 29.04.2015 zum Thema „Green Jobs“. Das Thema wurde von Mag. Florian Wukowitsch von der Arbeiterkammer vorgetragen.

 

Zu Beginn gab uns Herr Mag. Wukowitsch einen kurzen Überblick über seinen Werdegang. Danach informierte er uns über die Arbeiterkammer.

 

Die Arbeiterkammer gibt es seit 1920 und ist das Gegengewicht zur Handelskammer. Sie ist zuständig für:

  • Arbeiterrechte
  • Konsumentenrechte
  • Steuerfragen

Die Mitglieder sind alle ArbeiternehmerInnen aber auch Arbeitslose, wenn sie mehr als ein Jahr gearbeitet haben. Der Staat hat beschlossen, dass die Mitgliedschaft Pflicht ist, das heißt ein freiwilliger Beitritt oder Austritt ist ausgeschlossen.

Die Tätigkeiten der AK:

  • Interessengeleitete Expertisen
  • Serviceangebote für Mitglieder
  • Interessenvertretung gegenüber staatlichen Institutionen
  • Ausbildung von Betriebsräten

 

Das Leitbild der Arbeiterkammer ist, zum Beispiel Vollbeschäftigung, Gleichberechtigung, hohes Bildungsniveau, etc.

 

Unser nächster Schwerpunkt waren Green Jobs. Diese sind sogenannte Umweltjobs, da man sich praktisch und beruflich für das Umweltbewusstsein einsetzt (z.B.: Klimawandel und Energie, nachhaltige Entwicklung etc.).

 

Die Definition wird von drei internationalen Organisationen festgelegt, die sich aber deutlich unterscheiden:

 

-->OECD: Green Jobs ist ein Wirtschaftsmodell, welches die Ökonomie durch Indikatoren beurteilen kann.

-->ILO (International Labour Organisation): Die Förderung der nachhaltigen Wirtschaft durch Energie-, Rohstoff- und Wasserkonsum, Emissionen und Abfall, Wiederherstellung, Schutz von Ökosystem, angemessene Entlohnung und gute Arbeitsbedingungen.

-->EGSS: Umfasst die Vermeidung von Technologien und Dienstleistungen, sowie Umweltschäden durch Ressourcenabbau.

 

Durch Green Jobs entstehen neue Arbeitsplätze, da durch Forschung neue Technologien entwickelt werden. Doch zugleich werden viele Arbeitsplätze ersetzt, wie zum Beispiel in der Energiewirtschaft. Die Zukunftsperspektiven schauen auch unterschiedlich aus. Eine Studie des AMS aus dem Jahr 2013 besagt, dass ein Wachstum herrscht, aber die Entwicklung der Green Jobs hängt immer von der Wirtschaftslage des Landes ab, zum Beispiel hat nicht jedes Land genug Geld zur Verfügung, um Green Jobs zu fördern.

 

Anschließend wurde eine Diskussionsrunde eröffnet in der unser Vortagender Herr Mag. Wukowitsch auf unsere Fragen ausführlich einging.

 

Der Vortrag war informativ, vor allem da wir genaue Informationen über die Arbeiterkammer und Green Jobs bekamen. Wir danken unserem Vortragenden für den interessanten Vortrag!

 

 

Dokumentation für die 7C: Salome Hritcu, Navroop Kaur

 

Corporate Social Responsibility

Unser CCC-Abschlussvortrag war am 20.05.2015 mit dem Thema „CSR“. Das Thema wurde von Herr Mag. Schneider vorgetragen.

Zu Beginn gab uns Herr Schneider einen kurzen Überblick über seinen Werdegang. Danach informierte er uns über CSR allgemein und zählte uns ein paar Beispiele für Unternehmen, die CSR betreiben, und die wichtigsten Bausteine von CSR auf.

CSR heißt kurz gefasst „Corporate Social Responsibility“ und ist verantwortungsvolle Unternehmensführung zur Erreichung von mehr Nachhaltigkeit.

Unternehmen, die CSR betreiben, wie zum Beispiel Puma, Google, Herbsthofer, Gugler, Palfinger, Simacek und Raiffeisen, setzen sich sowohl für das Wohl ihrer Mitarbeiter als auch für das Wohl der Umwelt ein und geben jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht heraus.

Außerdem definierte Herr Schneider Nachhaltigkeit in folgender Weise: „Ich nehme von der Natur so viel heraus, dass es in einem Jahr wieder nachwachsen kann.“

Darüber hinaus nannte er uns die 3 Dimensionen der Nachhaltigkeit:

  • Ökonomie: Eine dauerhafte und erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung braucht eine intakte Umwelt und sozialen Frieden.
  • Ökologie: Eine dauerhafte Lösung von Umweltproblemen gelingt wenn die Wirtschaft gedeiht und die globale Armut gelindert wird.
  • Soziales: Sozialverträglichkeit und damit der Ausgleich zwischen Arm und Reich (auch zwischen „Nord“ und „Süd“) kann erreicht werden, wenn die Weltwirtschaft gedeiht und die Lebensgrundlage gesichert ist.

Schließlich erzählte uns Herr Schneider von der International Organization for Standardization (ISO) anhand von den folgenden Standpunkten:

  • International Organization for Standardizationheißt Verantwortung einer Organisation, die für die Auswirkungen ihrer Entscheidungen und Tätigkeiten auf die Gesellschaft und Umwelt durch ethisches Verhalten, das:
    • zur nachhaltigen Entwicklung, Gesundheit und Gemeindewohl beiträgt.
    • Anspruchsgruppen berücksichtigt
    • Recht einhält und mit internationalen Verhaltensstandards übereinstimmt

 

Die ISO berücksichtigt ebenfalls Menschenrechte, Arbeitspraktika, Faire Betriebs- und Geschäftspraktika, Konsumentenanliegen, Umwelt, Einbindung und Entwicklung der Gesellschaft.

 

 

Zum Schluss listete uns Herr Schneider die Grundpfeiler von CSR auf:

  • Stakeholder
  • Triple-Bottom Line (Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft)
  • CSR als Strategie, als Prozess und Managementansatz (kontinuierlicher Verbesserungsprozess)
  • Anbindung von CSR an das Kerngeschäft
  • Information und Berichterstattung
  • Gewinnung eines gesellschaftlichen Mehrwerts
  • Ganzheitliche Sichtweise

 

Um auf die Interessen der Schüler und Schülerinnen einzugehen, wurde anschließend eine Fragerunde eröffnet in der unser Vortragender Herr Mag. Schneider auf unsere Fragen ausführlich einging.

Wir danken unserem Vortragenden für den interessanten und informativen Vortrag!

 

Dokumentation für die 7C: Dominik Dumitrache, Alexandra Kowalczyk

 

Dialog im Dunkeln

Im Rahmen des Unterrichtsfaches CCC besuchten wir, die 7C, am 26. Jänner den „Dialog im Dunkeln“. Wie die Welt für erblindete Personen ist und wie deren Alltag aussieht, erfuhren wir bei diesem Ausflug. Wir haben sogar gelernt mit einem Blindenstock umzugehen.

 

Wie geht man mit einem Blindenstock um?

Zu Beginn wurde uns von einem Mitarbeiter erklärt wie man einen Blindenstock verwendet, welche Bewegungen man machen muss um zu erkennen, dass bald ein Straßenrand oder eine Treppe auf einen zukommt und auch wie man vermeidet eine Person mit dem Stock zu berühren.

Der Umgang mit einem Blindenstock ist recht einfach, wenn man die Bewegung richtig macht. Am Ende jedes Blindenstockes befindet sich eine Schlaufe. Damit der Blindenstock nicht einfach aus der Hand fallen kann, muss die Schlaufe um die Hand gegeben werden. Die Spitze des Stockes muss immer den Boden berühren, durch halbkreisförmige Bewegungen am Boden erkennt man die Struktur dessen und auch Gegenstände, die sich auf dem Boden befinden. Um zu vermeiden, dass Passanten vom Stock berührt werden, ist es wichtig diesen nicht in der Luft „schweben“ zu lassen. Falls der Stock auf den Boden fallen sollte, geht man ganz einfach auf der Stelle in die Knie und tastet den Boden nach dem Blindenstock ab. Wenn er nicht benötigt wird, nimmt man den Stock senkrecht und möglichst nahe am Körper in die Hand. Dann demonstrierte der Mitarbeiter uns auch, wie wir den Stock während der Führung im Dunkeln halten sollen.

Die Führung im Dunkeln

Unsere Führung war ein Ausflug zu den verschiedensten Orten. Wir gingen unter anderem über wackelige Brücken und waren in einer Großstadt wo wir Kreuzungen überqueren mussten. Auf einem Schiff waren wir auch. Durch die Bewegungen, die das Schiff machte, und durch die Töne, die während der Schifffahrt erklangen, wirkte die Seefahrt sehr realistisch.

Das Highlight: Die Bar im Dunkeln

Wir waren sogar in einer Bar. In der Bar kann man Getränke bestellen und bekommt diese von einer blinden Person serviert. Die Münzen und Scheine zum Bezahlen erkennen die Angestellten an verschiedenen Merkmalen. Bei Münzen weiß man um welchen Betrag es sich handelt indem man die Rillen am Rand der Münzen abtastet. Bei Scheinen hingegen ist die Größe der Scheine wichtig, um den Wert zu erfassen.

      

Zum Abschluss konnten wir der jungen Dame, die mit uns die Führung durchgeführt hatte, noch einige Fragen stellen.

Wir hatten viel Spaß bei dieser Führung und haben ein besseres Gefühl dafür bekommen, wie die Welt für eine Person ohne Sehvermögen „aussieht“.

„Ich fand es sehr interessant mal die Welt aus einer anderen Perspektive zu erleben“ – Navroop Kaur (7C)

„Der Ausflug hat mir sehr gefallen und ich würde jedem weiterempfehlen die Führung im Dunkeln einmal zu machen“ – Benjamin Muzaci (7C)

„Es war sehr spannend zu sehen wie sich ein Alltag für eine erblindete Person anfühlt“ – Sanja Peic (7C)

 

12.März.2015, Danas Hamad, für die 7C