ÖKOS artec – ein nachhaltiges Kartenspiel
Im Rahmen dieses Projekts entwickelten Schüler:innen der 7. Schulstufe zwei Kartenspiele, die sich kreativ und kritisch mit zentralen Nachhaltigkeitsthemen auseinandersetzen: Müllvermeidung und die Reduktion von Bodenversiegelung. Ausgangspunkt waren die Ideen der Schüler:innen selbst, die im Unterricht gesammelt und gemeinsam weitergedacht wurden. Im nächsten Schritt wurde Künstliche Intelligenz gezielt als Werkzeug eingesetzt, um erste visuelle Konzepte und Symbole zu entwickeln, zu vereinfachen und zu schärfen. Diese digitalen Entwürfe dienten als Grundlage für eine analoge Übersetzung: In der Technik des Linolschnitts wurden die Motive grafisch reduziert, haptisch erfahrbar gemacht und künstlerisch weiterentwickelt. Anschließend erfolgte eine digitale Aufbereitung und professionelle Produktion der Kartenspiele. Ein besonderer Fokus liegt auf dem altersübergreifenden Lernen: Die älteren Schüler:innen vermitteln ihre Inhalte und Spielkonzepte an jüngere Klassen und werden so selbst zu Expert:innen und Multiplikator:innen. Das gemeinsame Spielen eröffnet dabei einen niederschwelligen Zugang zu komplexen Themen und fördert Dialog, Reflexion und Verantwortungsbewusstsein. Das Projekt verbindet auf exemplarische Weise digitale und analoge Gestaltungsprozesse – von der Idee über KI-gestützte Visualisierung bis hin zur handwerklichen Umsetzung – und macht sichtbar, wie Kunstunterricht als Raum für gesellschaftlich relevante Fragestellungen wirken kann.
Petra Meisenbichler

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